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Skulptur Vanessa - Kantonsschule Heerbrugg

2012
CH-9435 Heerbrugg SG
Kanton St. Gallen, vertreten durch das Baudepartement/Hochbauamt des Kantons St.Gallen
Kanton St. Gallen, vertreten durch das Baudepartement/Hochbauamt des Kantons St.Gallen
Alex Hanimann, Haldenhof 4 9000 St.Gallen
huggenbergerfries Architekten AG, Badenestrasse 156 8004 Zürich

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Film: Feuer&Flamme von Iwan Schuhmacher 2014 * Weiterbauen: Kantonsschule Heerbrugg, In: Bauen in Beton 2014/15 * Vanessas Kopf, In: Hochparterre 10/2014 * Alt und Neu im Gleichklang, In: architektur-technik 8/2014 * Sanierung und Erweiterung Kantonsschule Heerbrugg, In: Bauen heute Nr. 5/2014 * Kantonsschule Heerbrugg, Sanierung und Erweiterung, Buchpublikation Kanton St. Gallen, Hochbauamt, 2014 *Ein U-Boot im Mannenweiher, In: Saiten 1/2013 *Art and the city Sonderbeilage Tages Anzeiger 8.6.12 *Art and the city Einladung Symposium 22.9.12



Kunstwerk(e)

Vanessa (2012)
Alex Hanimann
Installation

In der überhohen Eingangshalle empfängt die Chromstahlskulptur Vanessa die Besucher der Kantonsschule Heerbrugg. Der St. Galler Künstler Alex Hanimann reflektiert mit der monumentalen Skulptur auf verschiedensten Ebenen Institution und Zeit. In seiner Kunst geht es um Prototypen, um Symbole, die eine übergeordnete Funktion besitzen. Vanessa – eine Schülerin im Zentrum. Die Aufgaben und Themenfelder, die eine Schule heute zu bewältigen hat, sind vielfältig und komplex. Es besteht deshalb durchaus die Gefahr, darob die Hauptsache, nämlich den Menschen, aus dem Blick zu verlieren. Auf ebendiese Problematik zielt die umgesetzte künstlerische Intervention, hier setzt das Projekt «Vanessa» an. Eine Schülerin in vierfacher Lebensgrösse ragt inmitten der zentralen Eingangshalle imposant in die Höhe. Eine Schülerin, wie man sie heute überall und häufig antrifft. Die Haare im Nacken verknotet, die Hände in den Hosentaschen. Etwas burschikos und leicht trotzig steht es vor uns, dieses unscheinbare Mädchen, riesig, fast unheimlich gross. Glänzend, funkelnd, verspiegelt, aus Chromstahl getrieben, wirkt Vanessa edel, kostbar und irgendwie trotz den gewaltigen Dimensionen auch filigran. Gleichzeitig steht sie aber mit einer Selbstverständlichkeit vor uns, cool und unnahbar. Durch ihre imposante Grösse und realistische Anmutung scheint sie gleichzeitig präsent wie auch abwesend. Das Licht reflektiert und changiert auf der verspiegelten Oberfläche, die Schatten und Reflexe wandern und bewegen sich mit dem Betrachter. Die Figur scheint erstarrt und gleichzeitig in ständiger Wandlung begriffen. Vanessas Kleider, bis ins Detail ausgeformt, sind zeitgemäss. Jeans, Turnschuhe, Kapuzenpulli – im Geist der Zeit. Das Gesicht ist bis in alle Einzelheiten ausgestaltet. Das Zusammenspiel der fein ausgearbeiteten Details ergibt einen stimmig realistischen Eindruck, der in seiner aussergewöhnlichen Materialisierung eine Art labile Ambivalenz ausstrahlt. (Alex Hanimann, St. Gallen) Um eine «prototypische» Teenagerin zu finden, führte Alex Hanimann ein Casting an der Schule durch. Er wählte schliesslich die Schülerin Vanessa aus und erfasste sie in Kooperation mit der Kunstgiesserei St. Gallen mit Hilfe eines 3D-Bodyscanners detailgenau. Ausgehend von den digitalen Daten wurde in St.Gallen eine Styropor-Vorgabe in Originalgrösse gefräst, ehe sie dann in einen Container verfrachtet nach China geschickt wurde. Spezialisten trieben hier auf Grund des 1:1-Modells die Figur in Chromstahl. Stück für Stück wurde sie mit Hämmern gebogen und geformt und die einzelnen Teile dann in aufwändiger Kleinarbeit zusammengeschweisst und poliert. Im Innern durch eine Trägerkonstruktion stabilisiert, wiegt die Figur ca. 400 kg. „Der glitzernde Chromstahl wirkt wie eine ironisch-elegante Parodie auf Bronzeungetüme zu Ehren verflossener Helden. Wenn hier jemandem ein Denkmal gesetzt wird, dann dem Klischee der Teenagerin um 2012.“ (Barbara Basting: Vanessa – Propaganda für das Gewöhnliche)


Chromstahlblech
400
1.20 × 0.80 x 5.10

Während den Schulzeiten: Mo-Fr 7.35 - 18.05h


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