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CORVO

saatkrähen sind imposante rabenvögel. sie sind gross, sie sind gesellig und sehr kommunikativ. in den letzten jahren ist in den städten eine markante zunahme an saatkrähen-brutplätzen festzustellen. dies führt zunehmend zu konflikten mit der bevölkerung, auch in der stadt bern. deshalb wurden in den vergangenen jahren verschiedene vergrämungsmassnahmen getestet.
saatkrähen ernähren sich zwar hauptsächlich auf dem land, schlafen jedoch gerne auf grossen bäumen, hauptsächlich auf platanen, in der stadt. sie brüten bevorzugt in kolonien, gehen schwarmweise auf nahrungssuche und übernachten an einem gemeinsamen schlafplatz. die anzahl der saatkrähen hat in der schweiz in den vergangenen jahren stetig zugenommen, so auch in besonders betroffenen städten wie bern, thun, biel, basel. anwohner:innen fühlen sich belästigt, insbesondere während der brutzeit, durch die lautstarke kommunikation der saatkrähen sowie aufgrund von verschmutzungen durch den kot der vögel unter den brutbäumen.

2020 / 2021
Informationszentrum Eichholz
CH-3084 Wabern Bern BE
Dino Rigoli
Kanton Bern; AUSSCHREIBUNG FÖRDERAKZENT 2017 DES KANTONS BERN: »PERSPEKTIVENWECHSEL – IMPULSBEITRÄGE FÜR KOOPERATIONSPROJEKTE«
Pro Natura-Zentrum Eichholz Wabern
CORVO projektgruppe (Dino Rigoli, Nicola Rigoli, Michael Zimmermann, Nicolas Dussex, Andi Jacomet)
Nicola Rigoli & Dino Rigoli
Wettbewerb Kanton Bern


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das kooperationsprojekt CORVO soll der öffentlichkeit die saatkrähen als intelligente und soziale vögel näher bringen. eine webcam ermöglicht, das brutgeschäft und die aufzucht der jungen saatkrähen mitverfolgen zu können. ein comic mit einer krähengeschichte und informationen sollen zusätzlich akzeptanz für den schlauen vogel schaffen. eine ausstellung mit rahmenprogramm präsentiert die in der schweiz lebenden rabenvögel und thematisiert unsere ambivalente beziehung zu diesen intelligenten vögeln. schliesslich bietet ein beobachtungsturm den physischen perspektivenwechsel („blick aus dem nest“).
die saatkrähe war in der schweiz bis vor kurzem geschützt. mit der revision der eidgenössischen Jagdverordnung im jahr 2012 wurde der schutzstatus der saatkrähen aufgehoben. die stadt bern testet daher seit 2013 verschiedene vergrämungsmethoden. diese haben jedoch zu keinen nenneswerten verbesserungen geführt. die vögel verstehen es immer wieder, die massnahmen zu durchschauen.

das CORVO wurde als umfassendes partizipatives, sozial-künstlerisches projekt angelegt und besteht aus sechs teilprojekten zum thema der rabenvögel, insbesondere der saatkrähen im raum bern. der abschlussbericht an das amt für kultur des kantons bern versucht das projekt zusammenzufassen und der komplexität der zusammenarbeit zwischen den verschiedenen beteiligten gerecht zu werden. corona hat 2020 dazu geführt, dass das projekt teilweise auf 2021 verschoben werden musste, z.b. comicswettberb.

Kunstwerk(e)

CORVO (2020–2021)
CORVO projektgruppe (Rigoli Dino, Rigoli Nicola, Zimmermann Michael, Dussex Nicolas, Jacomet Andi )
Andere
CORVO besteht nicht aus einem oder einzelnen werken, sondern ist ein gesamtkunstwerk im sinne der sozialen plastik.
als projektideen-geber und verantwortlicher künstlerischer leiter war es mein ziel, so viele personen wie möglich zu integrieren. dazu gehören wissenschafter:innen, biolog:innen, lehrer:innen, grafiker:innen, eine illustratorin, ein architekt, holzbauspezialisten, zimmerleute, praktikanntinnen des infozentrum eichholz, webdesigner:innen, ein webcam-spezialist, baumkletterer, hilfsbereite und krähenfreundliche nachbarn, stadtgrün bern, vogelwarte sempach und dutzende von saatkrähen usw.
zu beginn der projektentwicklung war auch die holzbau fachschule biel mit studierenden integriert und entwickelte projektideen für einen vogel-beobachtungsturm. da sich die stadt bern als kooperationspartnerin aus politischen gründen zurückziehen musste, wurde auch das turmprojekt angepasst und ohne die fachhochschule biel weiterentwickelt.
diverse
diverse
verschieden
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der CORVO aussichstturm steht auf dem areal des naturzentrums eichholz in wabern, ist für die öffentlichkeit zugänglich und kann begangen werden.
die site kraehennest.ch ist nach wie vor aufgeschaltet und einsehbar.
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