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Es kommt mit der Zeit

Im Berner Stadtteil Holligen spielt sich aktuell eine Entwicklung ab, die nahezu alle Merkmale einer Gentrifizierung umfasst und zugleich versucht, dieser mit produktiver Kritik zu begegnen. Davon zeugt exemplarisch die Arbeit «Es kommt mit der Zeit» von Michael Meier & Christoph Franz. Aktuell entstehen alleine auf dem Areal Holliger sechs neue Bauten. Die Wohnbaugenossenschaft Warmbächli baut als einzige auf ein bestehendes Gebäude auf. Als Stützpfeiler dienten während dem Umbau rohe Baumstämme. Meier & Franz wollten diese im Quartier belassen. Ein grosser Teil der Häuser im Stadtteil ist alt und wird wohl bald ebenfalls der Logik der Aufwertung unterzogen. Die Künstler entschlossen sich für Instandsetzungen der vorhandenen Bausubstanz, die Wahl fiel auf drei Türen. Die verwitterten Eingänge werden als 1:1 Kopie aus dem Holz der Warmbächli-Baustelle nachproduziert und wieder eingesetzt. Die ausgebauten alten Türen werden in dem Bau der Genossenschaft integriert.

2021
CH-3008 Bern BE
Annina Zimmermann, Rachel Mader
Kunst im öffentlichen Raum Stadt Bern, Kunstplätze Bern
Michael Meier & Christoph Franz (Michael Meier, Christoph Franz)


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Es kommt mit der Zeit, hrsg. von Michael Meier & Christoph Franz, Eigenverlag, Zürich 2021

Kunstaktion, die einem Neubau alte Türen beschert, Der Bund, 13.10. 2020

Neue Türen für Warmbächli-Wohnbaugenossenschaft, Berner Zeitung, 13.10.2020

Kunst am Bau im Holligenquartier, Katrin Hiss, Radio Bern raBe, 15.10. 2020

Kunst an der Schwelle, Susanne Leuenberger, Berner Kulturagenda, 21.04.2021

Fotografien: Jürg Curschellas (1,2), Daniel Kaufmann (3)

Kunstwerk(e)

Es kommt mit der Zeit (2021)
Michael Meier & Christoph Franz (Meier Michael, Franz Christoph)
Installation
Im Berner Stadtteil Holligen spielt sich aktuell eine Entwicklung ab, die nahezu alle Merkmale einer Gentrifizierung umfasst und zugleich versucht, dieser mit produktiver Kritik zu begegnen. Davon zeugt exemplarisch die Arbeit «Es kommt mit der Zeit» von Michael Meier & Christoph Franz. Aktuell entstehen alleine auf dem Areal Holliger sechs neue Bauten. Die Wohnbaugenossenschaft Warmbächli baut als einzige auf ein bestehendes Gebäude auf. Als Stützpfeiler dienten während dem Umbau rohe Baumstämme. Meier & Franz wollten diese im Quartier belassen. Ein grosser Teil der Häuser im Stadtteil ist alt und wird wohl bald ebenfalls der Logik der Aufwertung unterzogen. Die Künstler entschlossen sich für Instandsetzungen der vorhandenen Bausubstanz, die Wahl fiel auf drei Türen. Die verwitterten Eingänge werden als 1:1 Kopie aus dem Holz der Warmbächli-Baustelle nachproduziert und wieder eingesetzt. Die ausgebauten alten Türen werden in dem Bau der Genossenschaft integriert.
3 Eingangstüren aus Holz der Stützpfeiler, Baustelle Wohnbaugenossenschaft Warmbächli, Metall, Glas
Installation
2,13 x 1,04 x 0,04 m; 2,08 x 0,94 x 0,05 m; 2,30 x 0,98 x 0,05 m
Die Eingangstüren der Wohnhäuser sind jederzeit öffentlich zugänglich.
hervorragend