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SOSOS'

Mitten in der zeitgenössischen Wohnsiedlung Hornbach lässt Haus am Gern in den Türnischen Motive aufblitzen, die an eine antike Stadtvilla denken lassen. Ausgangspunkt ist dabei das altgriechische Mosaik eines mit Speiseresten überzogenen Bodens nach einem opulenten Gastmahl. Der originale «asàrotos òikos», auf Deutsch der «ungefegte Boden», des Mosaizisten Sosos ist nur noch textlich überliefert, doch in den folgenden Jahrhunderten wurde diese ungewöhnliche Bildidee immer wieder neu aufgenommen. Haus am Gern stellt sich in diese Tradition, indem die Motive frei interpretiert und ergänzt, vergrössert und schliesslich anstatt auf dem Boden auf der Wand positioniert werden. Mit diesen Verfremdungen entsteht ein vielschichtiges Werk, das zwei zentrale Aspekte mit seinem Ur-Bild teilt: die Ironie, profane Speisereste mit einem wertvollen Mosaik zu adeln; und durch den Blick auf den «Rest vom Fest» die Erinnerung an die Feier selbst zu wecken und damit «die Kunst der Einladung» zu feiern.

2021
CH-8008 Zürich-Riesbach ZH
Karin Frei Bernasconi, Stadt Zürich, Amt für Hochbauten, Fachstelle Kunst und Bau
Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
Haus am Gern (Barbara Meyer Cesta, Rudolf Steiner)
Knapkiewicz Fickert Architekten
Wettbewerb


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Kunst und Bau, Wohnsiedlung Hornbach; Haus am Gern, SOSOS'
Herausgeberin: Stadt Zürich, Amt für Hochbauten, Fachstelle Kunst und Bau
Konzept und Inhalt: Haus am Gern in Zusammenarbeit mit Karin Frei Bernasconi
Redaktion und Lektorat: Hubert Bächler, Karin Frei Bernasconi
Autorinnen und Autoren: Daniel Baumann, Sophie Delbarre-Bärtschi, Karin Frei Bernasconi, Jana Godet (aka Samuel Herzog), Debora Schmid, Fabrizio Travisanutto

Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
ISBN 978-3-9523690-5-0

Kunstwerk(e)

SOSOS' (2021)
Haus am Gern (Meyer Cesta Barbara, Steiner Rudolf )
Andere
Mitten in der zeitgenössischen Wohnsiedlung Hornbach lässt Haus am Gern in den Türnischen Motive aufblitzen, die an eine antike Stadtvilla denken lassen. Ausgangspunkt ist dabei das altgriechische Mosaik eines mit Speiseresten überzogenen Bodens nach einem opulenten Gastmahl. Der originale «asàrotos òikos», auf Deutsch der «ungefegte Boden», des Mosaizisten Sosos ist nur noch textlich überliefert, doch in den folgenden Jahrhunderten wurde diese ungewöhnliche Bildidee immer wieder neu aufgenommen. Haus am Gern stellt sich in diese Tradition, indem die Motive frei interpretiert und ergänzt, vergrössert und schliesslich anstatt auf dem Boden auf der Wand positioniert werden. Mit diesen Verfremdungen entsteht ein vielschichtiges Werk, das zwei zentrale Aspekte mit seinem Ur-Bild teilt: die Ironie, profane Speisereste mit einem wertvollen Mosaik zu adeln; und durch den Blick auf den «Rest vom Fest» die Erinnerung an die Feier selbst zu wecken und damit «die Kunst der Einladung» zu feiern.
Marmor, Smalti
Mosaik
?
ca. 176 m2, 12 Eingänge à ca. 15 m2
alle Mosaike sind jederzeit von der Strasse aus zugänglich.
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