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Water Connections

Für das Projekt „Water Connections“ am Neubau der Schweizer Botschaft in Seoul, Südkorea, habe ich eine installative Arbeit im Innenhof realisiert, die das Thema Wasser und seine historische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung aufgreift: Meine künstlerische Intervention soll den Verlauf von Regenwasser mittels drei an der Dachrinne befestigten Regenketten und der schematischen Darstellung des koreanischen Flusses Han in Form von Regenrinnen auf dem Boden des Innenhofs sichtbar machen.
Weltweit sind Klimaveränderung und zunehmende Siedlungsdichte eine Herausforderung für die Wasserversorgung. Die Regenwassernutzung hat in Korea eine lange Tradition. Heute ist ihr Einsatz durch die klimatisch bedingten, drohenden Wasserengpässen zu einer Notwendigkeit geworden. Auch in der Schweizer Botschaft ist für die Bewässerung und Reinigung eine Regenwasserrückgewinnungsanlage geplant.

2018
CH-8037 Zürich ZH
Nadia Schneider Willen / Bundesamt für Kultur
Embassy of Switzerland in the Republic of Korea / Project Management: Françoise Gardies
BBL Bundesamt für Bauten und Logistik /Federal Office for Buildings and Logistics / Christophe Patthey / Project Owner: Jodok Brunner and Cédric Pernet
Lena Maria Thüring
Lead Architect Burckhardt+Partner SA / Nicolas Vaucher and Daniel Pantillon / Local Architect: Erae Architects & Engineers Inho Lee
Eingeladener Wettbewerb BAK & BBL für Kunst am Bau, 1. Preis, Ausführung 2018


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Contrast and Dialogue in the Urban Context
Embassy of Switzerland in the Republic of Korea
Schweizer Eidgenossenschaft
Federal Office for Buildings and Logistics
2018

Das Kunst am Bau Projekt "Water Connections" wurde mit dem Kunstbetrieb AG Münchenstein realisiert. Speziellen Dank gilt der Projektleiterin Julia Pfisterer. Dank an: Annette Amberg, Jürg Bader, Giovanni Carmine, Léa Fluck, Fred Herrmann, Sven Mumenthaler, Esther Rieser, Beatrice Stuker, Lea Whinyates

Kunstwerk(e)

Water Connections (2018)
Thüring Lena Maria
Installation
Für die künstlerische Intervention „Water Connections“ im Innenhof der Schweizer Botschaft wurden die Regenketten und Regenrinnen von mir von Hand in Wachs geformt und vom Kunstbetrieb in Münchenstein in Messing gegossen. Bei Regen fliesst das Wasser über die Regenketten und über drei Steine – sie stammen aus den Flüssen Rhein, Rhone und Ticino, die indirekt die Schweiz mit dem Meer verbinden – in Regenrinnen hinein. Die aus Messing gegossenen Regenrinnen folgen als eine Art Bodenzeichnung dem Flussverlauf des Han-Flusses, der die südkoreanische Hauptstadt Seoul mittig durchfliesst und kurz danach als Grenzfluss zu Nordkorea in das Gelbe Meer mündet. Der Fluss ist sowohl Grenze als auch Verbindung zwischen dem Norden und dem Süden.
Die Bodenzeichnung im Innenhof ist von den umliegenden Hochhäusern aus sichtbar und überwindet somit die Grenzen des privaten Areals der Botschaft einerseits und es betont andererseits die natürlichen Grenzen und Verbindungen von Ländern durch Gewässer.
Regenrinnen und Regenketten aus Messing, Steine
Messing Guss
ca. 900
Regenketten zwischen 7–10m hoch. Regenrinnen ca. 65m
Die Arbeit befindet sich im Innenhof der Schweizer Botschaft in Seoul und ist von den umliegenden Wohnhäusern sichtbar.
Die Schweizer Botschaft ist für Botschaftsbesucher zugänglich.
hervorragend

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