Eingaben >

LUEG

Skulptur LUEG, Realisierung 2018 im Auftrag der Stadt Zürich, Projektwettbewerb Kunst und Bau, Neubau Aemtler D, Zürich-Wiedikon.
In der Aufgabestellung des Ideenwettbewerbes heisst es:
" Die künstlerische Intervention soll orts- und kontextspezifisch entwickelt werden, auf Architektur und Umgebung eingehen und einen Bezug zu den Kindergartenkindern, Schülerinnen und Schülern der Primar- und Sekundarstufe herstellen, sich an der Welt der Kinder und Jugendlichen orientieren und zu fruchtbarer und nachvollziehbarer Auseinandersetzung führen."
Beim ersten Augenschein auf dem Schulareal fallen die unzähligen Kameras auf, die den gesamten Aussenraum der Schulanlage überwachen, sowie Schüler, die sich und die Welt permanent durch ihr Smartphone betrachten.
Ich frage mich: Wo entstehen eigentlich die Bilder, die wir von unserer Welt machen? Wie entstehen die eigenen Raum-Zeit-Erfahrungsbilder und Erinnerungen, unabhängig von digitalen Bilderflute, zu denen wir keinen realen Bezug haben?

2018
Schulanlage Aemtler
CH-8003 Zürich-Wiedikon
Hochbauamt der Stadt Zürich
Stadt Zürich
Dominik Zehnder
Projektwettbewerb auf Einladung


Zum Vergrössern klicken

Kunstwerk(e)

Lueg (2018)
Zehnder Dominik
Skulptur
Eine, an ein Auge oder Überwachungskamera erinnernde Struktur aus weissem Beton und schwarzem Stahl, die als Camera Obscura fungiert. Aus einer Seite ragt eine schwarze Halbkugel. In dieser befindet sich eine Linse, durch die Bilder auf eine Mattscheibe auf der gegenüber liegenden Seite projiziert werden. Um die eigene Achse drehbar, soll die Skulptur die Kinder ermuntern, sich gegenseitig in den Blick zu nehmen, Bilder ihrer Umgebung physisch zu erfahren und von ihrem Standpunkt aus eine kopfüber stehende Welt zu betrachten.
Die Skulptur steht auf dem frei zugänglichen Pausenplatz am Schnittpunkt zweier Sichtachsen, die den Blick frei geben auf Schule, Park und in das umliegende Wohnquartier. Der klassische Standort also für ein Monument.
Das LUEG ist jedoch nicht als Monument gedacht, vielmehr steht es in der Schulanlage als architektonisches Pendant zum Brunnenpavillon von 1908 und soll zum neuen Dreh- und Angelpunkt zwischen Schule, Quartier, Stadt und Park werden.
weisser Beton, Stahl, Glas
Skulptur, vertikal drehbar
ca. 7 t, inkl. Drehmechanismus
Durchmesser 2.50 m x Breite 1.03 m
Jederzeit, ist Teil der öffentlich zugänglichen Sport- und Parkanlage im Sihlfeld.
neu

Zum Vergrössern klicken

© 2019 visarte.schweiz | AGB | info@prixvisarte.ch