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Staffelnhof

2010-2012
CH-6015 Luzern Littau, Reussbühl LU
Büro Konstrukt Luzern, Stadt Luzern
Stadt Luzern
Jörg Niederberger
Büro Konstrukt Luzern

– VISO Architektur, Schweizer Baudokumentation, 2|2015, S.61. "Ein koloriertes Leben", Alice Werner – Hochparterre 6-7/2012, S.67. "Erweiterte Farbpalette", Aladin Klieber – KEIMFARBEN, erhalten&gestalten, Nr.14., Autonomie und Transzendenz | Jörg Niederberger und die Architektur, S.8. "Volumennobilitierung", Armin Scharf – 14 best swiss architects, S.324



Kunstwerk(e)

Betagtenzentrum Staffelnhof Luzern Littau (2010-12)
Jörg Niederberger
Malerei

"Das Altenheim Staffelnhof zeigt einen spannenden Farbverlauf, der das riesige Gebäudevolumen staffelt... Jörg Niederberger beweist in seinen Arbeiten immer wieder, dass die klar strukturierte Sprache der Architektur mit Farbigkeit – und mit der Emotionalität, die sie auslöst – per se in einem Spannungsverhältnis steht: allein durch seine künstlerischen Interventionen, die nie diskret, unauffällig wirken, sondern stets starke Signale aussenden. Farben setzt er immer als eigenständiges Gestaltungsmittel ein, nicht nur als dekoratives Element, als schmückende Rosette, die dem fertigen Gebäude aufgesetzt wird... Jörg Niederberger ist davon überzeugt, dass Geometrie und Farbe eine harmonische Einheit bilden können – wenn denn die Farbgestaltung dem architektonischen Bau dient, ihn akzentuiert und strahlen lässt, ihn nobilitiert... Im Rahmen der vorgesehenen Ausbau- und Modernisierungsarbeiten stellte das Luzerner Architekturbüro Konstrukt dem prägnanten Gebäudekomplex – einem 1970er-Jahre-Bau mit gestaffelten Loggien und auberginefarbenem Kellenwurfputz – einen sechsgeschossigen Neubau zur Seite, der sich konsequent an den Proportionen und der formalen Sprache des Bestands orientiert. Jörg Niederberger, mit der Fassadengestaltung beauftragt, unterstützte die Anpassung und überzog den neuen Baukörper mit der gleichen „Mörtelfladen“-Struktur. Auch den Aubergineton des bestehenden Altenwohnheims nahm er für den Anstrich des Neubaus auf – erlaubte sich zugleich aber, neue, polychrome Impulse zu setzen. Direkt an den Bestand schliesst sich nun – im Komplementärkontrast – ein warmes, rötliches Gelb an, gefolgt von hellem Gelbgrün, einem dunklen Grün, dem Dunkelviolett des vorhandenen Volumens und zum Abschluss einem aufgehellten Lila des bestehenden Baus. Dem Künstler gelang hier ein spannender Farbverlauf, der das riesige Gebäudevolumen in einzelne charakteristische Segmente aufteilt, die Gesamtheit der Bebauung aber zusammengehörig erscheinen lässt." (aus: VISO Architektur, Schweizer Baudokumentation, 2|2015, S. 66ff, Alice Werner) Im Innern hat die Farbgebung neben der sinnlichen und aufwertenden auch eine signaletische Wirkung und dient der Orientierung. Pro Etage sind klar voneinander unterscheidbare Farbabstufungen in gestaffelter Weise in den Fluren verteilt, in Anlehnung an das Fassaden-Farbkonzept.


Keim Mineralfarben (aussen), Acrylfarbe (innen)
116,10x49,50x23,88

Öffentlich zugängliches Objekt, innen während der Öffnungszeiten, aussen bereits von Weitem sichtbar, z.B. vom Seetalplatz aus.


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