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Pendant

"Pendant" bildet eine gegenseitige Abhängigkeit ab, indem es als Kooperation zwischen Mensch und Tier entstanden ist.
Die Vorlage für die mehrteilige, hängende Plastik bauten 30'000 Bienen vor Ort. Sie bewohnten dazu ein Architekturmodell, das dem Eingangsbereich des Landwirtschaftlichen Zentrums im Massstab 1:15 entsprach. Unsicher war einerseits, was die Bienen liefern, welche Form, Grösse oder Positionierung der freie Wildwabenbau haben würde. Unangenehm für alle Beteiligten war andererseits, dass die Bienen ihre Bauten zugunsten des Kunstprojektes unfreiwillig wieder zu verlassen hatten.
Die vergrösserte Umsetzung transformiert die Wabenmodelle in eine sowohl organische als auch abstrahierte Form. Durch die aufwändige Konstruktion von Hand wurde Zeit und Energie eingebaut und eine regelmässig-unregelmässige Oberflächenwirkung erzielt. All diese Verschränkungen beziehen sich auf die ambivalente Wechselbeziehung zwischen Mensch, Natur und Technik, welche die Landwirtschaft prägt.

2018
Landwirtschaftliches Zentrum SG
CH-9465 Salez SG
Kanton St. Gallen
Hochbauamt des Kantons St. Gallen
Elisabeth Nembrini
Andy Senn Architektur St. Gallen
Wettbewerb auf Einladung


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Müller J. F. (Hrsg.), Kunst und Bau Nummer 8, 2019, Vexer Verlag
Rutz K., 28.11.2018, St. Galler Tagblatt
Schweizerische Bienen-Zeitung, 02. 2019, S. 14–15

Kunstwerk(e)

Pendant (2018)
Nembrini Elisabeth
Plastik
Bereits der Titel ,Pendant’ zeugt von einer ebenso intelligenten wie leichtfüssigen Herangehensweise der Künstlerin an die gestellte Aufgabe und spiegelt den komplexen und auf mehreren Ebenen spielenden Vorschlag... ,Pendant’ ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Künstlerin und einem Bienenvolk, womit bereits im konzeptionellen Ansatz klar wird, dass das Herz der Landwirtschaft getroffen und ein gemeinsamer Nenner für alle Nutzerinnen und Nutzer des LZSG und darüber hinaus gefunden ist... lnsgesamt überzeugt der Vorschlag die Jury in seiner sorgfältigen Herleitung, in der Zusammenführung von Nutzerinnen und Nutzern, im reziproken Verschränken von Massstäben und Aufgaben, wodurch die Menschen zu Bienen und die Bienen zu einem Künstlerinnenkollektiv oder zumindest Assistentinnen werden. Gewürdigt wird auch die Aufmerksamkeit der Künstlerin gegenüber wesentlichen Fragen der Landwirtschaft wie Beeinflussbarkeit, Unberechenbarkeit...
Aus dem Jurybericht Ursula Badrutt, Amt für Kultur SG
Stahl, Holz, Fichtenschindeln
Holzkonstruktion nach Scans mit Schindelüberzug
Ca. 1000 kg
Total 330 x 210 x 200 cm
Frei zugänglich während den Schulzeiten
hervorragend

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