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EROS/THANATOS, 2000

Am Aschermittwoch, 8. März 2000 wurde im Berner Münster die Ausstellung „EROS/THANATOS“ eröffnet. Die Installation von Urs Kurth gibt dem seit dem reformatorischen Bildersturm nüchtern gehaltenen Kirchenraum ein farbiges Kultbildkleid zurück. Gegenstand ist dabei die noch stets im Zeichen religiöser Verehrung stehende sakrale Skultptur und Malerei im katholischen Italien, worin seit dem Zeitalter des Barocks dem Streben nach Gott, aber auch dem Leiden und Sterben, seltsamerweise die Züge leidenschaftlicher Liebe gegeben wurden. Während der Passionszeit im Jahr 2000 weist die Ausstellung damit auf die fatale, noch heute nachwirkende Paarung von Eros und Thanatos in der abendländischen Kultur hin. Und es geht um Fragen zum Verhältnis des Profanen und Sakralen in der Kunst und Kultur, der Geschichte und Gegenwart, südlich und nördlich der Alpen.

2000
Münsterplatz 1
CH-3000 Bern BE
Urs Kurth
Urs Kurth
Urs Kurth

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- Il piacere del rischio, Bruno Boveri, in: La Rupublica, 16 settembre 1999
- Christus-Ekstase im Berner Münster, Konrad Tobler, in: BZ Berner Zeitung, 9. März 2000
- Christus aus Apulien im Berner Münster, Fred Zaugg, in: Der Bund, 8. März 2000
- A la cathédrale de Berne, la sexualité flirte avec la mort, Patricia Briel, in: Le Temps, 17 mars 2000
- Vie et passion de l'Eros chrétien, Laurence Chauvy, in: Tempo, L'Agenda Culturel Du Temps, No 100, Semaine du 11 au 17 mars 2000
- Passions ambiguës au coeur de la cathédrale de Berne, ftz in: Coopération No. 16, 19 avril 2000
- Bilder von Liebe und Tod im Dom, Niklaus Oberholzer, in: Neue Luzerner Zeitung, Neue Urner Zeitung, Neue Schwyzer Zeitung, Neue Oberwaldner Zeitung, Neue Nidwaldner Zeitung, Neue Zuger Zeitung
- Eros/Thanatos, Christoph Eggenberger, in; L'art Macabre, 2. Jahrbuch der Europäischen
Totentanz Vereinigung, Hrsg. Uli Wunderlich, Düsseldorf, 2001

Das Patronat, organisiert durch Urs Kurth: Nationale Schweizerische UNESCO-Kommission, Ambassade d'Italie, Stadtpräsident Bern, Dr. Klaus Baumgartner, Burgergemeindepräsident Bern, Dr. Kurt Hauri, Regierungsrat Mario Annoni, Erziehungsdirektor des Kantons Bern, Bern Tourismus, Charles-Henri Favrod, Lausanne

Kunstwerk(e)

Installation "EROS/THANATOS" (2000)
Kurth Urs
Installation
In ungewöhnlicher Farbigkeit wird das Berner Münster in verfremdeter Weise neu ins Bewusstsein geführt. In dem vornehmlich im sandstein-grüngrau und matten, dunklen Holztönen gehaltenen sowie spärlich beleuchteten Kirchenraum werden für kurze Zeit farbige Bilder von plastischen und gemalten Körpern ausser sich (ek-stasis) zu sehen sein, konzentriert auf den Altar- und Chorbereich: Monitoranlage mit digitalisiertem Bildprogramm, analoge Fotografien 125 x 185 cm und einem Grossbild 4,5 x 7,5 m. Durch die tabernakelartig gestaffelte, gleichsam ein trinitarisches Dreieck bildende und axialsymmetrische Ausrichtung werden Bezüge zwischen dem Raum und den Bildern geschaffen, die auf deren gemeinsame transzendente Bedeutung verweisen.
Analoge und digitale Fotografien, Metallplatte
Installation
ca. 450 kg
ca. 25 x 65 x 15 m (Kirchenschiff und Apsis)
Nach der Ausstellung nur durch Dokumentation.
unbekannt

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