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VOM UNORT ZUM ORT

Als Künstler erwarb ich 2002 eine aufgegebene Geflügelmasthalle mit Tonnendach aus Aluminiumblech als zukünftiges Atelier. Die Gemeinde war in das Projekt involviert, weil der Standort nicht zonenkonform war. In einem ausserordentlichen Verfahren wurde das Land umgezont, im Hintergrund spielte auch noch eine alte Geschichte um Cuno Amiet mit, dem um 1900 ein Atelierkauf in Hellsau nicht ermöglicht wurde. Die Geflügelmasthalle liess ich als Baukörper stehen, baute selber am früheren Silo-Ort einen Backsteinturm, mit Weinkeller, Turmzimmer und Terrasse. Da die Halle in einen Ausläufer des hügeligen Emmentals gebaut ist, und das Tonnendach eine starke Wärmeabstrahlung hat, pflanzte ich dort einen Weinberg. Der Realisierung eines schwebenden Überblicks nachgehend eine Brücke vom Weinberg auf den Turm. Angenähert Levy-Strauss "Bricolage" entstanden diese Werke und 2016 ein durchsichtiger, sich im Wind bewegender Turm. Prof. Adolf Krischanitz realisiert in der Brücke ein Objekt (Skizze).

2008–2016
CH-3429 HELLSAU BE
DANIEL RITTER
DANIEL RITTER
DANIEL RITTER
Daniel Ritter, Adolf Krischanitz
DANIEL RITTER
DANIEL RITTER


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Das Projekt wurde in der kantonalen, regionalen und gemeindeeigenen Presseorganen besprochen und publiziert; die Artikel sind u.a. in Google unter Daniel Ritter Bildhauer Hellsau einsehbar.

Zum TURM/Weinberg : Herr Ritter in der Backsteinburg https://vimeo.com/111933410 Am Denkgebäude
Zur Brücke: - Eine schwebende Brücke. Künstler Daniel Ritter vollendete ein Kunstwerk der ganz speziellen Art. www.dregion.ch 13. März 2012
Künstler Ritter schlägt eine Brücke vom Turm zum Weinberg http://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/Kuenstlert-Ritter-schlaegt eine...7.03.12
Die Regionalgemeinden geben die Publikation GÜGGUPOST heraus (ist aber nicht weiter verlinkt), darin wird das Projekt ebenso besprochen.

Ich studierte in Wien Bildhauerei und interdisziplinäre Kunstprojekte am Institut für Gegenwartskunst. 2002 stellte ich meine Gesamtidee von den Bauten in Hellsau dem Architekten Peter Eisenman in NY vor, der mich dazu ermutigte, die Sache selber zu bauen. In Wien war ich im Gespräch mit dem Architekturkritiker Friedrich Achleitner und mit Adolf Krischanitz. Bei einem Besuch und Vorstellung meines Projekts bei seinen Studenten entstand die Zeichnung, die ich dann als Kunst am Bau realisierte.

Kunstwerk(e)

VOM UNORT ZUM ORT (2008 – 2016)
Ritter Daniel, Krischanitz Adolf
Andere
Es handelt sich um ein "Gesamtkunstwerk", das eine spezielle unalltägliche Architektur aufweist. Grundsätzlich auf das Bestehende eingehend (äussere Form der Masthalle ist unverändert) ergänzte und erweiterte ich mit einer Landschaftsarchitektur (Gestaltung des Weinbergs), einem Turm (mit Weinkeller) und einer Brücke (Möglichkeit des Schwebens).
Geprägt durch die eigenhändige Bauweise und dadurch angepassten Dimensionen ist das Gesamte zugänglich und auch verständlich. Zudem liegt auch eine gewisse gebaute Komik / Witz darin, dass ich mir als "Ritter" heute eine "Burgähnlichen Turm mit Wehrbrücke" aufstelle, was auch einen Bezug zu vergangener Architektur herstellt.
KLINKERBACKSTEINE ROT / STAHL
SICHTMAUERWERK / STAHL
BRÜCKE: 950 kg
TURM 4 x 2 x 7 m (Backstein), TURM 1,3 x 1,3 x 5,5 m (Stahl, durchsichtig, beweglich), Brücke Spannweite 20 m, Breite 1m
Das Areal ist zugänglich. Es liegt an einer begangenen Dorfstrasse (Schulweg). Der Weinberg wie auch die
spezielle "Burgarchitektur" hat in diesem kleinen Ort ein Kommunikatiospotential entwickelt. Der Weinkeller wird naturgemäss von den Leuten besucht. Der frühere Unort – d. h. die eher abstossenden Verhältnisse der Geflügelmast – ist in einen Ort der Zugänglichkeit und Kreativität mutiert.
hervorragend

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