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Eigentlich eine Eisblumenwiese

2015 sagten die Stimmbürger der katholischen Kirchgemeinde Buochs NW Ja zum Neubau ihrer Totenkapelle. Der von SEILERLINHART Architekten entworfene polygonale Andachtsraum ist zur Achse der Kirche leicht abgedreht und spannt mit ihr zusammen den neuen Kirchplatz auf. Präzise in die vorhandene Situation eingefügt, bildet die Kapelle nicht nur das spirituelle, sondern auch das räumliche Gelenk zwischen Leben und Tod.
Anlässlich des Neubaus führte die Katholische Kirchgemeinde Buochs als Bauherrin einen Projektwettbewerb auf Einladung durch. Der Konfessionen übergreifende künstlerische Beitrag sollte die gesellschaftliche Bedeutung und die sakrale Ausstrahlung des Aufbahrungsraums unterstreichen.
Der Entwurf „Eigentlich eine Eisblumenwiese“ vermochte die Jury zu überzeugen. Das weiterbearbeitete Projekt wurde in Zusammenarbeit mit den Architekten, dem Glasatelier Matteo Gonet und dem Putzspezialisten Renzo Gregori im Lauf des Jahres 2016 gleichzeitig mit den Bauarbeiten umgesetzt.

2016
CH-6374 Buochs NW
Katholische Kirchgemeinde Buochs NW
Katholische Kirchgemeinde Buochs NW
Lorenz Olivier Schmid
SEILERLINHART Architekten, Luzern / Sarnen
Wettbewerb auf Einladung


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Zur Zeit liegt noch keine Publikation der im Dezember 2016 fertiggestellten Arbeit "Eigentlich eine Eisblumenwiese" vor.

Fotografie: Douglas Mandry

Kunstwerk(e)

Eigentlich eine Eisblumenwiese (2016)
Schmid Lorenz Olivier
Andere
Die Arbeit besteht aus mehreren, im Raum verteilten Interventionen. Alle treten sie als integrale Bestandteile der Architektur in Erscheinung. Das durch die seitlichen Fenster in den Andachtsraum einfallende Licht wird durch vorgehängte Scheiben aus eisblumiertem Glas sanft gestreut. Dieser strukturierte, weichzeichnende Filter betont den intimen Charakter des Raumes und verschleiert den Ausblick auf die dahinterliegende Landschaft. In den Boden der Totenkapelle ist an zentraler Stelle eine grosse Linse aus gegossenem Glas eingelassen. Rückseitig verspiegelt, bildet sich darin der gesamte Innenraum als Zerrbild ab. Der mineralische Kalkschlemmputz der Wände ist mit tiefblauem Ultramarin-Pigment eingefärbt und umfängt so die Besucher.
Die einzelnen Elemente fügen sich zu einem Ensemble, das die feierliche Atmosphäre des sakralen Innenraumes betont, den Abschied Nehmenden Raum zur Andacht lässt und dabei doch zur (be-)sinnlichen Betrachtung der Farben- und Lichtspiele einladen will.
Diverse Materialien (Eisblumenglas, Gussglas verspiegelt, blattvergoldetes Eisblumenglas, ultramarinblauer Kalk-Schlemmputz)
Eisblumierung, Glasguss, Verspiegelung, Hinterglas-Vergoldung, Verputzarbeit
Glaslinse: rund 20 kg
Fenster: je 1,66 x 0,562 m; Glaslinse: Durchmesser 0.38 m
öffentlich zugänglich
neu

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