Eingaben >

Hannes + Petruschka Vogel, URING, Das Kunstkonzept für das Kantonsspital Uri in Altdorf

Im Kantonsspital Uri in Altdorf zeichnet das künstlerische Konzept drei Orte aus: den Vorplatz, die Eingangshalle und die drei übereinander liegenden Hallen. Letztere werden, obwohl es drei Hallen sind, als ein Ort behandelt, um die vertikale Verbindung, die "steile Welt" von Stockwerk zu Stockwerk, spürbar werden zu lassen. Als Zeichen an der Strasse empfängt uns ein mächtiger Mammutbaum. Der Vorplatz ist der Ort draussen, der empfängt und entlässt. Drinnen sind die Eingangshalle und die drei übereinander liegenden Hallen, räumliche Fixpunkte in der verzweigten Struktur von Gängen, Treppen und Liften. Es sind Orte zwischen Ankunft und Spitalbett, zwischen Zimmer und Behandlungsräumen, zwischen Kapelle und Cafeteria, Fixpunkte für die Patienten, wie für die Besucher.
Unser Konzept bezieht sich auf den Arzt und Volkskundler Eduard Renner, den Sagensammler und Spitalpfarrer Josef Müller und den Maler und Schriftsteller Heinrich Danioth.

2003
CH-6460 Altdorf UR
Kommission Kunst am Bau, Kantonsspital Uri, Altdorf
Kanton Uri
Hannes Vogel
Schindler - Spitznagel - Burkhard
Wettbewerb


Zum Vergrössern klicken
Hannes und Petruschka Vogel, URING, Das Kunstkonzept für das Kantonsspital Uri in Altdorf

Kunstwerk(e)

URING, Das Kunstkonzept für das Kantonsspital Uri in Altdorf (2003)
Vogel Hannes
Andere
Der Vorplatz: Zwei Ringfragmente beziehen sich auf Eduard Renner und sein Buch "Goldener Ring über Uri", sie dienen als Sitzplatz und leiten zur Eingangshalle. Das Fehlen des ditten Ringfragments macht den Vorplatz zum Spitalvorplatz ("Äs fählt eim eppis", wenn man krank ist) und ermöglicht so oben und unten den Zugang durch den Ring. Durch diese zwei Öffnungen führt eine Glasscheibenspur, die nachts zur Lichtspur wird.
In der Eingangshalle haben wir auf der einen Seite ein Bild von Maria Zgraggen platziert, das imaginär durch die Wand das Urnerland zeigt. Gegenüber sind zwei urnerische Sprachtafeln aus der Sagensammlung von Josef Müller. Auch diese beziehen sich auf das, was hinter der Wand zu finden ist, nämlich die Kapelle, seinen Wirkungsort als Spitalpfarrer.
Die drei übereinanderliegenden Hallen erleben wir als steile Bergwelt. Das zeigen drei raumhohe Fotos: „Laufende Hunde im Frühjahr" im Untergeschoss, "im Sommer" im Eingangsgeschoss und "im Herbst" im Obergeschoss.
Beton, Bodenleuchten, Leuchten an Stahlrohren, Malerei von Maria Zgraggen, Fotos.
Platzgestaltung, Innenraumgestaltung
--
--
Unsere künstlerischen Eingriffe im Kantonsspital Uri sind alle öffentlich zugänglich.
gut

© 2019 visarte.schweiz | AGB | info@prixvisarte.ch